Praktische Ratgeber

Treuekarten und personenbezogene Daten in Belgien

Oktapus führt eine Treuekarte, ohne Kunden nach Namen, Foto oder Geburtsdatum zu fragen. Mit einem Konto verarbeitet der Dienst unter anderem E-Mail-Adresse, Karten und erhaltene Stempel. Händler sehen den Kartenstand im eigenen Geschäft, ohne E-Mail-Adresse oder Karten anderer Geschäfte.

Welche Treuekarte passt zu einem belgischen Geschäft, das möglichst wenige personenbezogene Daten sammeln und die DSGVO beachten möchte? Ausgangspunkt sind die Informationen für jede Handlung und die Wahlmöglichkeiten der Kunden.

Welche Daten werden für eine Treuekarte erhoben?

Die Datenschutzerklärung nennt Kontodaten: E-Mail-Adresse, interne Kennung, Sprache, Darstellung, Benachrichtigungswahl, verknüpfte Anmeldedienste und Erstellungsdatum. Hinzu kommen beigetretene Geschäfte, Karten, datierte Stempel, Vergabeart, ausgegebene Belohnungen und Korrekturen. Auch der Schlüssel des Thekencodes und Schutzaufzeichnungen gehören zum Betrieb.

Kunden können in der App ohne Konto bis 3 Stempel beginnen und sich dann zum Weitersammeln und Bewahren anmelden. Ohne Konto behält der Dienst Gerät und Karten ohne E-Mail-Adresse. Die Kundenwebsite verlangt ab dem ersten Stempel ein Konto. Der gewählte Zugang verändert somit die anfangs nötigen Informationen.

Sind Standort und Benachrichtigungen Pflicht?

Karten und Stempel funktionieren auch ohne Benachrichtigungen, Entdecken oder Standortfreigabe. Laut Richtlinie beruhen diese Optionen auf Einwilligung. Ein freigegebener Standort berechnet eine Antwort und verschwindet anschließend. Er bleibt weder in Datenbank noch Protokollen.

Aktivierte Benachrichtigungen erfassen Gerätedaten, darunter Installationskennung und Benachrichtigungstoken. Andere Nutzungen haben eigene Daten: Eine Geschäftsmeldung ergänzt Grund und optionalen Kommentar, eine Wettbewerbsteilnahme Erklärung und Antworten. Stempeldaten lassen sich somit von den Daten zusätzlich gewählter Funktionen unterscheiden.

Was sieht der Händler beim Kartenscan?

Das Team sieht den Kartenstand im eigenen Geschäft. Das Dashboard zeigt Zahlen wie Programmmitglieder, ausgegebene Stempel und Belohnungen. Der Scan offenbart weder Namen noch E-Mail oder Besuche in anderen Geschäften. In Oktapus Pro liest die Kamera den Code: Kein Bild wird gespeichert oder versendet, nur der Codetext erreicht den Server.

Der Dienst verarbeitet außerdem nötige technische Informationen wie Hostingprotokolle mit IP-Adresse und Anfragezeit. Die Richtlinie beschreibt auch Besuchermessung und nach Bannerannahme die Verfolgung von Websitebesuchen. Daten werden weder verkauft noch für Werbezwecke geteilt.

Wo sind die Daten und wie werden sie gelöscht?

Die Datenbank liegt in der Europäischen Union, die Server laufen in Frankfurt. Die Richtlinie nennt Dienstleister und beschreibt Übermittlungen durch bestimmte Anbieter in den USA mit den angegebenen Schutzmaßnahmen. Kunden können in der App eine Datenkopie und in App oder Website die Löschung beantragen.

Ein Konto wird nach dreißig Tagen gelöscht. Bis dahin lässt sich der Antrag zurücknehmen. Danach werden Stempel vom Kunden getrennt und auf den Tag reduziert, um Geschäftszähler zu erhalten. Benutzte Codes bleiben sieben Tage und Missbrauchszähler drei Tage gespeichert. Weitere Fristen und Wege zur Rechtsausübung stehen in der Richtlinie.

Wann ist eine andere Lösung sinnvoll?

Eine Papierkarte ohne Kundendatei passt besser, wenn kein digitaler Dienst Besuche verarbeiten soll. Oktapus behält die für Karten und Schutz nötigen Informationen, auch wenn das Geschäft keine Kundenidentität sieht. Ein fehlender Name auf dem Händlerbildschirm macht den gesamten Dienst daher nicht anonym.

Dieser Leitfaden beschreibt Produkt und Richtlinie, ohne die Rechtmäßigkeit jedes Geschäftsprogramms festzustellen. Namensdateien, Kontaktexporte oder zusätzliche Erhebungen verlangen eine eigene Prüfung von Zwecken und Pflichten. Die Datenschutzerklärung bleibt die Referenz für Rechtsgrundlagen, Empfänger und Rechte.

Praktische Fragen

Braucht man zum Sammeln ein Geburtsdatum?
Oktapus fragt für die Karte kein Geburtsdatum ab. Die Richtlinie unterscheidet Kartendaten von zusätzlich gewählten Funktionen.
Löscht eine Kontolöschung die Geschäftszähler?
Stempel werden nach der Löschung vom Kunden getrennt und auf den Tag reduziert. Die Zähler bleiben erhalten, ohne diesen Kunden zu bezeichnen.

Im Händlerbereich ausprobieren